DER ERSTE VIERBEINER IN DER FAMILIE
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Bubeli - als meine Eltern heirateten brachte mein Vater Bubeli mit in die Ehe. 5 Jahre später erblickte ich das Licht der Welt. Bubeli hopste in den Stubenwagen in dem ich als Winzling lag und meine Mutter bekam fast einen Schock. Bubeli gab nicht auf, alles teilten sie sonst mit ihm, also wollte er auch seinen Teil von mir. Als ich schliesslich sitzen konnte und oft auf dem Fussboden im Wohnzimmer spielte, lag er ständig neben mir. Bubeli liess sich von mir alles gefallen. Er trug ein rotes Brustgeschirr, vielleicht war es die Farbe, die mich dazu animierte darnach zu greifen. Ich hielt mich mit beiden Händen fest daran und der kluge Bubeli stand ganz langsam auf und zog mich dadurch hoch, sodass ich plötzlich stand. Er übte dies - unaufgefordert- wieder und wieder und so lernte ich alleine auf meinen Füssen zu stehen. Es ging noch weiter, als ich stehen konnte, mich aber immer noch am Brustgeschirr festhielt machte Bubeli ganz vorsichtig einen kleinen Schritt nach dem andern und ich folgte zwangsläufig, sass zwar zwischendurch immer wieder auf dem Boden, aber ich lernte ausschliesslich mit Hilfe dieses Hundes laufen. Als ich schliesslich nicht mehr im Stubenwagen sondern im Kinderbett lag, legte er sich an meiner Seite auf den Fussboden. Er liess mich nicht mehr aus den Augen. Als ich zwei Jahre alt war wurde er vor unseren Augen von einem Auto überfahren, obwohl es wenige Autos gab. Damals war es Mode, den geliebten Hund ausgestopft oder mindestens als Fell mit ausgestopftem Oberkopf und Glasaugen, das ganze Fell schön umrundet mit einem dekorativen Filzband mit Zackenrand als liebe Erinnerung an ihn, zu behalten. So, als Teppich mit halbem Kopf und Glasaugen kam auch einige Zeit später unser Bubeli wieder zu uns. Er wurde im Wohnzimmer ausgelegt und ich sass mehrmals am Tag am Boden, streichelte weinend mit beiden Händen über den Bubelikopf und jammerte: armer Bubeli sterben, armer Bubeli sterben. Die Eltern konnten nicht zusehen wie ich litt, so verschwand das Fell in die sogenannte "gute Stube", in der man sich, ausser an hohen Feiertagen, nie aufhielt. Zudem wurde ich noch beschenkt mit einem "Barri" auf Rädern, auf den ich mich setzen konnte und den ich im Wohnzimmer herumziehen konnte, dank seiner Räder folgte er mir willig überall hin wie ein echter Hund. |