MEINE FRÜHEREN BARSOIS, 
DIE JETZT IM BARSOI-HIMMEL SIND

Dies ist das schönste Stück des Himmels, wo unsere Barsois zu Hause sind
Sie spielen mit den Wolken, rennen mit dem Wind
Hier sind sie alle beisammen, um die wir viel Tränen geweint
Die Jungen und die Alten, alle ganz friedlich vereint.
Ein Glück, dass wir sie haben durften, ein kleines Stück zwar nur im Leben
doch während dieser schönen Zeit, haben SIE uns ALLES gegeben          
MGR

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Die Weihnachtsfeier für unsere Barsois in Corcelles am 04.12.1994, 
veranstaltet vom Schweizerischen Barsoi Club.
V.l.n.r.: Mimosha (hier 6 Jahre), I'Jasnaya (11 Jahre), Kurakin (fast 10 Jahre), bei der Bescherung.

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Ahnentafel

Katuschka
(07.10.1972 - 21.04.1984)
 
Sie war mein erster Barsoi. Am 6.12.1977 konnte ich sie bei meiner Schwester abholen. Sie betrieb mit ihrem Mann eine Tierpension. Katuschka war 5 Jahre alt und hatte in den vergangenen 2 Monaten viele Male den Platz wechseln müssen. Ich wurde in dieser kurzen Zeit bereits der 5. Besitzer. Die Frau des 1. Besitzers, bei dem sie fast 5 Jahre lebte, erwartete ein Kind und so war, angeblich wegen einer plötzlichen Hundehaarallergie, der Hund sofort abzugeben. Der 2. Besitzer besass einen Pudel und Pudel und Barsoi ging nicht zusammen. Der 3. Besitzer war wütend, weil sich der Hund, wenn er nach Hause kam, nicht einmal bequemte von seinem Lager aufzustehen um den Meister freudig wedelnd zu begrüssen - welcher Barsoi tut das schon... Der 4. Besitzer war ein Hundehändler, der den Barsoi seiner Freundin, die jetzt aber ein Kind erwartete, geschenkt hatte. Da mein Schwager wusste, dass ich nach dem Tod meines letzten Cocker Spaniels liebend gerne einen Barsoi hätte, offerierte er dem Hundehändler einen guten Preis und so brachte dieser  Katuschka an diesem 6.12. zu meinem Schwager. Wir sassen am Kaffeetisch als er eintraf. Er war in Eile und so verabschiedete er sich nach sehr kurzer Zeit. Kein Wort zum Hund als er den Raum verliess und Katuschka lag völlig desinteressiert auf dem Boden. Sie kam mit, als ich sie aufforderte mit mir zum Auto zu kommen. Es war ihr offenbar völlig egal was mit ihr passierte. Was musste dieses sensible Wesen während der vergangenen 2 Monate wohl alles durchgestanden haben. Sie tat mir leid und schon alleine deswegen wollte ich ihr nun den Rest ihres Leben so schön und angenehm wie nur möglich machen. Fröhlich, wie das meine Hunde immer waren, die ich als Welpe zu mir nahm, wurde sie nie, aber ein lieber sehr anhänglicher Hund, der mich, wie alle seine Vorgänger, überall hin begleiten durfte, auch zur Arbeit. Am 22.04.1984 musste ich sie durch den Tierarzt von ihren Schmerzen erlösen lassen. Ich brachte sie ins Tierkrematorium und liess sie einzeln verbrennen. Ich hatte leider damals noch keine Möglichkeit, die Asche in einem Grab aufzubewahren und musste deshalb darauf verzichten.  

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Ahnentafel

Eick's Kurakin
(27.02.1985 - 10.08.1996)

Er war der kleine Bruder von I'Jasnaya, die ich am 23.4.1984 in Deutschland bei der Züchterin Gertraude Eick von Schoeler abholte. Als sie die Paarung gut ein Jahr später wiederholte, mussten wir unbedingt diesen Wurf sehen. Kurakin, der frechste der Meute, den hätten wir gerne gehabt. Ich zweifelte jedoch daran, dass sich der Firmeninhaber, der eigentlich vor Hunden Angst hatte, darüber freuen würde, wenn ich plötzlich mit zwei so riesigen Hunden zur Arbeit kommen würde. Unsere Ferien standen gerade bevor und Gertraude offerierte uns, den kleinen Kurakin doch einfach mal in den Urlaub mit zu nehmen, es wäre doch ein tolles Erlebnis für den kleinen Kerl. Am nächsten Tag erklärte ich meinem Arbeitgeber, dass ich einen zweiten Barsoi anschaffen wolle, den ich natürlich ebenfalls mit in die Firma nehmen müsste. Von mir aus können sie mit so vielen Hunden kommen wie sie wollen, wenn sie mir nur nicht weglaufen, antwortete er. Ich telefonierte sofort Gertraude, dass sie den Kurakin unbedingt für uns behalten müsse. Eigentlich hatte sie uns, in der stillen Hoffnung, wir würden Kurakin anschliessend behalten, den Vorschlag mit dem Urlaub gemacht, wie sie mir später gestand. Kurakin war nach vielen, vielen Jahren in denen ich nur Hündinnen wollte, wieder der erst Rüde. Ich musste feststellen, dass Rüden viel überschwänglicher sind sowohl im Geben wie im Nehmen. Ich hing abgöttisch an diesem charmanten lieben Kerl. Durch schwerwiegende, besondere private Umstände wurde er auf sein Alter gegenüber Menschen äusserst unberechenbar. Er hütete mich wie sein Augapfel und liess keinen Menschen in meine Nähe. Ich hatte volles Verständnis für ihn; denn ich kannte ja die Gründe. Im Gegenteil, er tat mir unendlich leid und ich hoffte, mit meiner ganz besonderen Zuneigung und Liebe ihm ein Stück des Verlustes zu ersetzen. Er war 11 Jahre alt, als er ernsthaft krank wurde. Medikamente die ihm der Arzt verschrieben hatte, bekamen ihm gar nicht. Am 10.08.1996 gab es keine andere Möglichkeit mehr ihm zu helfen, als ihn durch unseren Tierarzt von seinen schrecklichen Schmerzen erlösen zu lassen. Als Andenken ist mir ein Zähnchen von ihm geblieben, das ich in Gold fassen liess und eigentlich als Anhängerchen an einer feinen Goldkette gedacht war. Aus Angst, ich könnte es verlieren, ruht es aber in der Schmuckschatulle. Seine Asche, eingepackt in eine bunte Papiertüte, ruht im Rosenbeet, unterhalb der Terrasse und wird nach einiger Zeit wohl wieder zu Erde werden. Sein Tod hat mich schrecklich mitgenommen. Ich glaube nicht, dass mich der Verlust eines früheren Hundes je so lange leiden liess wie bei Kurakin. Noch wusste ich nicht, dass es noch viel schlimmer kommen würde.

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Ahnentafel

Eick's I'Jasnaya 
(03.12.1983 - 12.08.1996)

Ich wusste aus langjähriger Erfahrung, dass man den Tod eines geleibten Gefährten am schnellsten verwinden kann, indem man sich einer neuen, gleichen Aufgabe stellt. So telefonierte ich noch am Tag, an dem Katuschka starb überall herum, um eine junge Barsoihündin zu kaufen. In der Schweiz gab es keine. Es wurde mir jedoch Gertraude Eick von Schoeler genannt, die eventuell noch eine Hündin abzugeben habe. Nach einem kurzen Telefonanruf war vereinbart, dass ich am Oster Sonntag, 23.04.1984 bei ihr vorbeikommen würde um I'Jasnaya anzuschauen. Für mich war im vornherein klar, dass ich nicht ohne Hund nach Hause fahren würde. Geld hatte ich genug in der Tasche, um ihn sofort bezahlen zu können. Ich glaube, ich habe Gertraude damals völlig überrumpelt, denn im nachhinein habe ich erfahren, dass Interessenten die einen Hund von ihr wollten, mindestens drei Mal bei ihr vorsprechen mussten, bis sie endlich einwilligte den Hund abzugeben. Ich hingegen kam an, verliebte mich in die 4 Monate alte Hündin und fragte nach dem Preis. Natürlich hatte ich ihr erzählt, wie ich zu der soeben verstorbenen Katuschka gekommen war. Wir fanden uns auch gegenseitig sofort sympathisch, auf jeden Fall fuhr ich wenig später mit I'Jasnaya auf meinen Daunendecken hinten im Auto weg. Im Mai 1985 holte ich ihren kleinen Bruder Kurakin und sie übernahm gleich die Mutterstelle. Als ich Kurakin am 10.08.1996 vom Tierarzt nicht mehr zurück brachte, bekam I'Jasnaya Erstickungsanfälle und sie konnte plötzlich keine Treppen mehr gehen. Auch in der Nacht und am folgenden Tag blieben diese Beschwerden und es wurde immer schlimmer. Besonders in der zweiten Nacht, glaubte ich, eine Notfallstation aufsuchen zu müssen. Und am nächsten Morgen packte ich sie ins Auto und fuhr zum Tierarzt. Sie bekam einen Anfall in der Arztpraxis und er bestätigte mir, dass es keine Hilfe mehr gäbe und er riet mir, sie nicht länger leiden zu lassen. Nur zwei Tage nach Kurakin, verlor ich nun am 12.08.1996 auch noch I'Jasnaya. Es soll nur niemand fragen, wie ich das verkraften konnte - ich weiss es selber nicht! Die Asche vergrub ich neben derjenigen von Kurakin ebenfalls in einer bunten Papiertüte.

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Ahnentafel  

Mimosha SIBIRSK
(09.07.1988 - 18.08.1999)
Eigentlich hiess sie Mimosa - gehörte einem bekannten Ehepaar, das ich durch die Barsois kennen lernte. Sie wohnten in der Nähe von mir und besassen zwei Barsois, ein Rüde und eine Hündin, die Mimosha. Wir unternahmen oft Spaziergänge zusammen. Die Ehe krieselte und schliesslich kam es zur Scheidung. Die Frau nahm den Rüden mit und die Hündin blieb beim Mann. Mimosha war eine scheue, ängstliche Hündin, aber zu mir hatte sie unendliches Vertrauen. So kam sie nach der Scheidung für ein paar Tage zu mir und bei I'Jasnaya und Kurakin fühlte sie sich sofort geborgen. 10 Tage später wollte er sie wieder abholen. Sie stieg auch freudig in sein Auto, aber als sie merkte, dass Meine nicht mitkamen, sprang sie aus dem Wagen und raste zurück in unser Haus und verkroch sich im Keller - alleine wollte sie nicht mit! Ich offerierte ihm, die Hündin gegebenenfalls auch für ganz zu übernehmen. Mit der Leine zog er sie in sein Auto. Eine Woche später bekam ich einen Telefonanruf von seiner geschiedenen Frau, die mir erklärte, sie habe ein schreckliches Problem. Ich habe ja gesagt, dass ich sie für ganz übernehmen würde, antwortete ich. Dann weisst Du um was es geht? Es kann ja nur um Mimosha gehen. Er kam nicht mehr zu Rande mit Mimosha, so brachte er sie zu seiner Ex-Schwiegermutter, wo sie immer ihre Läufigkeit hinter sich brachte und wo sie gerne war. Dieses Mal aber machte sie ihre Pipis und Häufchen ausschliesslich auf die Teppiche in die Wohnung. Sie wollte nur eines, nämlich weg, zu I'Jasnaya und Kurakin. Stattdessen holte sie die frühere Besitzerin zu sich ins Gestüt, wohin sie geheiratet hatte. Dort fand Mimosha zwar den Rüden wieder, aber es gab noch Konkurrenz, zwei  Hündinnen einer anderen Rasse. Also wollte sie auch dort nicht bleiben. In einem Gestüt gibt es viele Katzen, und obwohl sie früher sogar Katzen in ihrem Bett akzeptierte, fand sie einen Weg, um endlich wieder zu uns zurück zu kommen. Sie tötete jeden Tag eine der jungen Katzen und legte sie brav vor die Füsse ihrer einstigen Herrin. Noch am gleichen Tag unseres Telefonates fuhr ich in den Schwarzwald hoch um "meine" Mimosha wieder abzuholen. Sie lag in einer Koppel. Als sie mein Auto hörte, kam sie angerannt, hüpfte ins Auto und verkroch sich in der hintersten Ecke. I'Jasnaya und Kurakin freuten sich ebenfalls, dass das Mäuschen wieder bei uns war. An diesem 25.Otober 1992 ging sie im Alter von gut 4 Jahren endgültig in meinen Besitz über. Die drei klebten wie Kletten aneinander, immer waren sie zusammen, ob im Haus oder im Garten und Mimosha wurde ein richtig fröhlicher Hund und hatte ihre Scheue und Ängstlichkeit völlig verloren.
Nach dem Tod von Kurakin und I'Jasnaya war nur noch Mimosha übrig geblieben und es dauerte nicht lange, bekam sie Angst vor mir. Sie duckte sich, wenn ich sie in meinen Arm nehmen wollte, wie ich das schon früher sehr of getan hatte. Sie wich mir aus wo immer sie konnte. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Was ging in diesem Hund vor. Dachte Sie, dass ich zuerst mit Kurakin weg fuhr und ihn nicht mehr heim gebracht hatte, dann gleich nachher das gleiche mit I'Jasnaya. Hatte sie Angst, ich würde nächstens auch mit ihr wegfahren und sie dann nicht mehr mit nach Hause nehmen? Ich musste eine Lösung finden, so konnte es nicht weiter gehen. Ich erfuhr, dass Arusha im Tierheim gelandet war und so kam sie als richtige Rettung für meine Mimosha zu uns. Von Stunde an, wurde Mimosha wieder der liebe, fröhliche Hund - jetzt konnte ihr ja nichts mehr passieren, sie hatte ja Arusha an ihrer Seite. Auch als die kleinen Rüden im Mai 1999 noch dazu kamen, hatte sie nichts dagegen. Oft suchte sie sogar die Nähe der Kleinen.
Anfang August 1999 bekam sie plötzlich Schwächeanfälle, sie war am 9. Juli 11 Jahre alt geworden. Sie konnte nicht mehr richtig gehen. Sie schleifte oft eines der Hinterbeine nach und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Spritzen brachten nicht den erhofften Erfolg und als sie kaum noch auf ihren Beinen stehen konnte, tat ich am 18.08.1999 wieder den unvermeidlichen Gang zum Tierarzt. Auch ihre Asche ruht im Rosenbeet, nun sind sie wieder vereint, die Drei.

Ahnentafel


Arusha vom Odinsberg
(
16.07.1990 - 30.04.2002)  

Ich fuhr am 23.10.96 in das Tierheim von Pro Lévrier um sie auf einen Spaziergang mitzunehmen. Sie begrüsste mich so stürmisch, als ob wir uns eine Ewigkeit kennen würden, dabei sah ich sie heute zum ersten Mal. Sie war damals etwas mehr als 6 Jahre alt. Eine sehr dominante Hündin, die gerade richtig war für meine schüchterne Hündin Mimosha, die nach dem Tod von meinem Rüden Kurakin am 10.08.96 und von I'Jasnaya, seiner grossen Schwester, am 12.08.96, den Halt völlig verloren hatte und dringend eine Rückenstärkung brauchte. Der Spaziergang war ein voller Erfolg, Arusha an der Leine und Mimosha frei. Sie konnte nicht nahe genug bei Arusha sein. Sie schnupperten zusammen am gleichen Fleck, frassen Gras vom gleichen Büschel, und wollten zusammen spielen. So zog Arusha zwei Tage später bei uns ein und ist seither Herrin im Haus. Mimosha blühte förmlich auf, mit Arusha an ihrer Seite konnte ihr nichts mehr passieren. Heute ist Arusha stolz auf "ihre" beiden Rüden Balchas und Boyar und ist noch immer Alfahund, der im Haus sagt wo es langgeht. Geht sie in den Garten um Pipi zu machen, folgen ihr die beiden Rüden auf Schritt und Tritt. Zur Fressenszeit lassen die Rüden immer eine Kleinigkeit in ihrem Napf zurück für Arusha, die dann anschliessend die Kübel ganz sauber ausleckt.

30.04.2002......Unser geliebtes "Ruscheli", das uns am 25.10.1996 von "Pro Lévrier" anvertraut wurde, lebt nicht mehr. Nach einer harmlosen Spritze beim Tierarzt bekam es absolut unerwartet einen Kreislauf Kollaps. Arusha drohte zu ersticken und um uns allen dies zu ersparen, bekam sie die erlösende Spritze.
Rusha wird wohl jetzt wieder bei ihrem Schützling, dem ängstlichen und scheuen, weiss/grauen Barsoi-Mädchen MIMOSA SIBIRSK (1988-1999), für das sie bei uns ganz selbstverständlich sofort die Beschützerrolle übernahm, im Barsoi-Himmel sein und ihr dort wieder treu zur Seite stehen.

Mit Klick auf die "Ahnentafel" erfahren Sie alles über ihre Abstammung.

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